Selbstgekochte Hühnerbrühe gehört für mich zur natürlichen Hausapotheke. Sie ist nicht nur lecker, sondern unterstützt den Körper bei Erkältung. Weiter unten geht's zum Rezept für selbstgekochte Hühnerbrühe.

Unverhofft kommt oft! Kaum ist es die Tage wieder kälter geworden, hat es mich auch schon voll erwischt und ich habe mir die erste dicke Erkältung für diese Saison eingefangen. Ich war natürlich null darauf vorbereitet und es ging innerhalb weniger Stunden bergab mit mir. Kaum eine Woche später bin ich wieder hergestellt. Es war furchtbar...! Krank sein ist immer unangenehm, aber es hätte besser verlaufen können, wenn ich vorbereitet gewesen wäre!

Ich weiß nicht wie es Dir geht, aber bei mir ist es so, dass ich Im Prinzip zwar weiß , was ich alles tun könnte, um für solche Fälle gewappnet zu sein. Die Sache ist nur die, wenn's mir erstmal schlecht geht, erinnere ich mich leider nur noch wage daran. Und die anderen Familienmitglieder übernehmen zwar alle möglichen sonstigen Aufgaben, wissen aber auch nicht so recht wie sie mir helfen können. Deswegen wollte ich schon längst eine Liste bereit legen, mit einer Sammlung an natürlichen Hausmitteln, wogegen sie sind, wo sie stehen und wann und wie sie anzuwenden sind. Sie ist als Ergänzung zum traditionellen Medizinschrank gedacht.

Meine natürliche Hausapotheke bei Erkältung besteht aus:

    1. Selbstgemachter Hühnerbrühe
    2. Heißer Zitrone
    3. Ingwertee
    4. Zwiebelsaft
    5. Holunderbeerensirup
    6. Apfelessig
    7. Ätherische Öle (bei Erkältung)
    8. Und natürlich vielen verschiedenen Kräutertees (Pfefferminze, Kamille, Salbei, Echinacea...)

Was ich dieses Mal am meisten vermisst habe, war eine selbstgekochte Hühnerbrühe. Normaler Weise habe ich den Winter über immer einen Vorrat da. Schön portionsweise eingekocht oder tiefgekühlt. Geht beides gut und ist ja nicht nur für die schlechten Tage, sondern auch generell sehr lecker und gesund. Manche schwören ja sogar darauf, dass man täglich eine Tasse Hühner- oder Knochenbrühe trinken soll.

 

Fragst Du Dich manchmal, ob Hühnerbrühe wirklich so gesund ist wie es häufig heißt?

Wissenschaftlich untersucht ist es nur wenig, aber folgende positive Eigenschaften soll Hühnerbrühe haben:

  1. Natürlich ist sie lecker und herzerwärmend. Eine echte Wohlfühlsuppe! 🙂
  2. Hat eine beruhigende Wirkung
  3. Verbessert die Verdauung
  4. Entspannt und stärkt
  5. Unterstützt bei Erkältung
  6. Ist entzündungshemmend

Selbstgekochte Hühnerbrühe enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie

  1. Zink: Ein für den Menschen wichtiges Spurenelement, das als Teil des körpereigenen Abwehrsystems für seine Funktion im Immunsystem bekannt ist.
  2. Cystein: Eine nichtessentielle Aminosäure, die unter anderem abschwellend auf Schleimheute wirkt bzw. Entzündungen positiv entgegenwirkt.

Und jetzt bleibt nur noch die Frage, wie kocht man sie eigentlich?

Auch da gibt es natürlich unzählige Möglichkeiten und Geschmacksrichtungen. Hauptsache selbst gekocht, denn Fertigsuppen enthalten häufig bei Weitem nicht so viele gute Inhaltsstoffe und somit ist die angenehme Wirkung dann leider auch geringer.

Hier das Rezept meiner Lieblingsvariante für selbstgekochte Hühnerbrühe:

Das Rezept ist angelehnt an eine Stillsuppe von Dagmar von Cramm aus "Das grosse GU Kochbuch für Babys & Kleinkinder". Nur, dass wir hier nur die Brühe verwenden und erstmal keine Suppe daraus machen. (Es ist ohne Lauch und Zwiebeln und von daher auch für stillende Mütter gut geeignet.)

Zutaten:

  • 1 Suppenhuhn
  • 1 Bund frischer Liebstöckel (auch Maggikraut genannt) oder alternativ 2 EL getrockneten Liebstöckel
  • 3 Lorbeerblätter
  • 1 TL Wachholderbeeren (ca. 10 Stk)
  • 1 TL Pfefferkörner (ca. 10 Stk)
  • 1 Stück Ingwer (nach Geschmack, ich nehme meist ein ca. 10 cm großes Stück)
  • Salz (1TL pro Liter Wasser)

Anleitung:

  1. Suppenhuhn waschen und in den Kochtopf oder zeitsparender in den Schnellkochtopf legen. Alternativ: Wer will kann Brust und Schenkel ablösen und für andere Verwendungszwecke einfrieren. (Ich nehme immer das ganze Huhn.)
  2. Kaltes Wasser in den Topf füllen bis das Huhn einigermaßen damit bedeckt ist (ca. 2L Wasser).
  3. Salz hinzufügen.
  4. Aufkochen und die folgenden Minuten alles, was sich an der Oberfläche an Schaum absetzt, abschöpfen.
  5. Ingwer schälen und zwischen 2 Brettern einmal kräftig quetschen, so dass er ein bisschen auseinander geht.
  6. Alle restlichen Zutaten mit in den Topf geben (Ingwer, Liebstöckel, Lorbeerblätter, Wachholderbeeren, Pfefferkörner).
  7. Im normalen Kochtopf 2 1/2 Std. - 3 Std. auf niedriger Stufe köcheln. Im Schnellkochtopf auf Stufe 1 ist es schon nach 1 Std. fertig.
  8. Die Hühnerbrühe durchsieben und ggf. überschüssiges Fett entweder nach dem Abkühlen abschöpfen oder mit einer Fett-Trenn-Kanne herausfiltern.
  9. Eine Tasse voll gleich genießen! Hm… lecker! Und der Rest ist für den Vorrat oder zum Weiterverarbeiten.

Wie kannst Du das gekochte Suppenhuhn weiterverwenden?

Auch da gibt es viele Verwendungsmöglichkeiten wie z.B. Hühnerfrikassee, Geflügelsalat, Burritofüllung, Suppeneinlage etc. Das abgelöste Fleisch läßt sich auch gut einfrieren, falls man keine sofortige Verwendung hat.

Mit selbstgekochter Hühnerbrühe hast Du nicht nur einen wohltuenden Vorrat für die Erkältungstage angelegt, sondern generell die Grundlage für jegliche Suppen, Soßen und Gerichte geschaffen. Ganz natürlich und super lecker!

Und was auch noch sehr zu empfehlen ist: Eine Tasse selbstgekochte Hühnerbrühe am Morgen. Schon mal probiert? Sie ergänzt wunderbar das Frühstück und ist ein kräftigender Einstieg in den Tag!

Wie steht's mit Dir? Welche Hausmittel nutzt Du am liebsten?

Gerne darfst Du einen Kommentar dazu schreiben! Ich stelle dann daraus eine "Liste der besten Hausmittel" zusammen! In den nächsten Wochen, werde ich nach und nach noch etwas mehr über Holunderbeerensirup, Fire Cider, und "Virenschreck" informieren und natürlich auch wie man sie herstellt.

Also, bleib gesund!