Vier Gründe, warum Selfcare für uns gerade heute wichtig ist!

Selfcare (Selbstfürsorge) – braucht man das überhaupt?

„Selfcare – was soll das sein? Mich um mich selbst kümmern? Das mache ich doch schon! Ich schlafe, esse, dusche, putze mir die Zähne, treibe ab und zu Sport… Und es ist ja nicht so als hätte ich sonst nichts zu tun! Es ist doch normal, dass es mir manchmal besser und manchmal schlechter geht. Ja gut, stressig ist es natürlich schon. Nicht ganz optimal, aber so ist es halt. Wäre schon nicht schlecht, wenn ich ab und zu mal einen Gang zurückschalten oder etwas Schlaf nachholen könnte.“  – Ja, so habe ich früher auch gedacht!

Mit kleinen Kindern zusammen ist es dann noch extremer. Anfangs versuchst du, an den alten Erholungsmustern festzuhalten. Nach einer Weile geht es auf die Kondition und du merkst, dass es alles nicht mehr so funktioniert wie früher. „Aber irgendwie muss es ja gehen“, denkst du. „Andere vor uns haben es ja schließlich auch hinbekommen.“ Die Generation unserer Eltern würde sagen: „Da muss man sich halt mal zusammenreißen!“ oder „Wir haben das auch geschafft!“ Von Freunden hörst du: „Stell dich schon mal auf jahrelange, ach was sage ich, jahrzehntelange Dauermüdigkeit ein!“ oder „Man kann halt nicht alles haben!“ – Kann man nicht?

 

Was wäre, wenn…?

Was wäre, wenn man Kinder und Familie hätte und gleichzeitig die Energie, Kraft und Gelassenheit, es auch zu erleben und aktiv zu gestalten? Das heißt nicht, dass es perfekt sein muss. Und natürlich wird es Höhen und Tiefen geben. Aber man möchte doch voll dabei sein und nicht nur schlafwandelnd, auf Auto-Pilot geschaltet oder im Hamsterrad laufend die Zeit an sich vorbeiziehen lassen? Na klar wollen wir beides haben! Und: Wir können es auch!

 

4 Gründe, warum Selfcare heute besonders wichtig ist:

  1. Unsere Generation neigt zur Selbstüberlastung
  2. Erhöhtes Stresslevel durch die Auflösung fester Rollenverteilungen
  3. Doppelbelastung durch die Überschneidung zweier Lebensphasen
  4. Weniger Unterstützung innerhalb des Familienverbandes durch geografische Zerstreuung

Unsere Generation neigt zur Selbstüberlastung

Zur Zeit wird viel über uns als „die Kriegsenkel“ gesprochen. Wir werden beschrieben als eine Generation, die gelernt hat zu funktionieren. Und das können wir auch wirklich gut. Aber wir haben Schwierigkeiten, uns abzugrenzen. Und es fällt uns schwer, zu wissen, was wir brauchen. Wir sind daher leider auch die Generation mit den meisten Burnouts. Dabei ist die Fähigkeit, sich abzugrenzen und in gesundem Maße für sich selbst zu sorgen heute wichtiger denn je, denn auch die Rahmenbedingungen haben sich geändert.

 

Erhöhtes Stresslevel durch die Auflösung der Rollenverteilung

Die festen gesellschaftlichen Rollen verschwimmen und lösen sich zunehmend auf. Man ist eine fürsorgliche Mutter, hat Erfolg im Beruf, eine gute Partnerschaft gehört auch dazu und selbstverständlich noch Zeit für Privates. Das Ergebnis: Dauerstress. Kümmert man sich intensiver um den einen Bereich, vernachlässigt man zwangsläufig die anderen, was zu Unzufriedenheit führt. Viele fühlen sich zerrissen und außerhalb ihrer Mitte. Das fordert viel Energie.

 

Doppelbelastung durch die Überschneidung zweier Lebensphasen

Viele gründen heute erst spät eine Familie, ungefähr in der Lebensmitte. Gleichzeitig setzt in der Lebensmitte schon die ursprünglich „nächste“ Phase ein, wobei es uns wieder mehr in die Tiefe des eigenen Inneren zieht. Vieles kommt noch einmal hoch und wird neu bewertet. Dr. Christiane Northrup nennt es in ihren Büchern die Zeit, in der man sich wieder vermehrt mit sich selbst beschäftigt und in der das authentische Ich geboren wird. Viele haben also einerseits noch kleine Kinder, die intensive Betreuung brauchen und spüren gleichzeitig den Drang, sich intensiver mit sich selbst zu beschäftigen und noch einmal neu herauszufinden: „Wer bin ich? Was will ich eigentlich? Was passt zu mir?“ Es ist kein Zufall, dass viele gerade während der Elternzeit anfangen, sich beruflich neu zu orientieren. Zwei Lebensphasen, die früher klar hintereinander eintraten, verlaufen heute parallel. Das beansprucht viel Kraft.

 

Weniger Unterstützung innerhalb der Familien durch geografische Zerstreuung

Hinzu kommt, dass die Familienverbände heute oft geographisch auseinandergezogen sind. Sie können sich nicht mehr so unterstützen wie früher. Im Gegenteil, junge Familien sind an Urlaubs- und Feiertagen hin- und hergerissen, welchen Familienteil sie sehen oder unterstützen wollen oder ob sie sich lieber als kleine Familie eine Auszeit nehmen sollten. Immer mit dem schlechten Gewissen, nicht allen Gerecht werden zu können.

 

All diese Dinge unterscheiden uns von den vorherigen Generationen und tragen zu einem erhöhten Stresslevel bei. Kombiniert mit unserer Neigung zur Selbstüberlastung und der Schwierigkeit, uns abzugrenzen, ist Selfcare heute wichtiger denn je für uns.

 

Hier bist Du richtig!

Wenn Du Dir auf diesem Wege Unterstützung suchst, lade ich Dich herzlich ein, Dich immer mal wieder auf dieser Webseite nach neuen Anregungen zum Thema umzuschauen.

Möchtest Du Dich etwas intensiver um Dich selbst kümmern, dann findest Du auf der Seite „Impulse“ das derzeitige Angebot an Workshops.